Samstag, 11. Januar 2014

15. Tag - Auckland - Heimat

Menno! Warum geht die schönste Zeit einfach immer so schnell vorbei? Und zack stand auch schon der letzte Morgen vor der Tür. Da wir am Vortag erst nachts in Auckland angekommen sind, gab es kein Abschiedsabendessen mehr, sondern ein Abschiedsfrühstück in der Sonne. Das war unglaublich lecker, aber so wirklich nach Essen war mir nicht. Hatte einen ganz schön flauen Magen, als es dann erst noch in einen kleinen Park und dann mit dem Taxi zum Flughafen ging. Nicht nur, weil mir wieder ein 30-stündiger Flug bevorstand, sondern auch, weil ich eigentlich gar nicht gehen wollte. Wir hatten so eine schöne Zeit miteinander und haben auch das schlechte Wetter zusammen gemeistert. Aber jede schöne Zeit hat auch ein Ende. Und so musste ich mich dann auch irgendwann schweren Herzens verabschieden. Nicht nur mir ist das ziemlich schwer gefallen.

Jonas, ich freue mich auf deine Rückkehr! Riesig <3

14. Tag - Christchurch - Auckland

Typisch Miss Wiebke-Kopflos! Irgendwie hatte ich mich mit den Flugdaten vertan. So startete unser Rückflug nach Auckland nicht morgens, sondern erst abends. Aber das war auch gut so. Denn nach einem ganz starken Schauer morgens, der uns erst die Laune verhageln wollte, hatten wir einen richtig tollen Sonnentag (in Auckland hat es den ganzen Tag geregnet). Also Glück für uns :)

Eigentlich hatten wir vor, uns ein Museum anzusehen. Die waren aber allesamt noch geschlossen, da sie beim Erdbeben zerstört wurden. Also waren wir in einer kleinen Mall shoppen, die notdürftig aus Containern aufgebaut wurde. Hier haben wir auch einen neuen Freund für den Teddy erstanden - den Kiwi. Mal sehen, ob die beiden die Sprachbarriere überwinden können ;)



Aufgrund des guten Wetters haben wir dann ein bisschen Proviant eingekauft und uns in den Stadtpark gelegt. Hier haben wir dann auch endlich mal Notizen für den Blog gemacht und die Sonne genossen. Anschließend sind wir noch durch den botanischen Garten geschlendert und haben auf dem Rückweg zum Hostel noch ein Bier in der Sonne getrunken.





Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir dann zum Flughafen, der ganz passend zur Stadt ganz leer gefegt war. In Auckland gelandet sind wir dann mit Flughafenbus und Taxi zum Brown Kiwi gefahren. Nach einem kurzen Austausch mit Marieke fielen wir dann aber zackig ins Bett. Wollten eigentlich die ganze Nacht wach bleiben, aber die permanente Müdigkeit machte uns da einen Strich durch die Rechnung.

13. Tag - Oamaru - Christchurch

Hinauf ging es heute die total unspektakuläre Ostküste, wobei auch mal der Fahrer entspannen durfte.
Als ersten Ort haben wir Lyttleton angesteuert, ein ziemlich schnuckeliger Vorort von Christchurch. Hier konnte man schon die ersten Spuren des Erdbebens von 2011 sehen. Überall wurde versucht die Bauzäune farbenfroh zu schmücken, um die Stadt nen bisschen netter zu machen. Nach einem kurzen Rundgang durchs Örtchen landeten wir auf ein Bier in der Wunderbar. Wie der Name es schon vermuten lässt, ist das eine Bar. Diese ist total skurril und plüschig eingerichtet. Türgriffe waren z.B. Bügeleisen. Daumen hoch! Dort wurden wir von einem Jamaikaner zugelabert, der am Gürtel eine Handgranate trug. Zum Glück stellte die sich als sein Feuerzeug heraus und war zudem noch leer, da er die letzten Tage so viel geraucht hatte ;) Außerdem erfuhren wir ne Menge über seine deutsche Freundin, die ihn ganz schnell heiraten wollte. Da hat er dann die Beine in die Hand genommen. Aber cool war sie schon ;)






Im Hostel mussten wir dann leider das Auto leer räumen, zumindest meine Sachen mussten alle raus. Schnief! Denn Horst-Günther sollte die Zeit während Jonas Aufenthalt in Auckland bei seinem Chef verbringen. Den haben wir dann auch noch besucht. Da er uns allerdings einen Tag später erwartet hatte, tranken wir nur ein schnelles Bierchen und wurden dann zurück in die Stadt gebracht. Christchurch ist aufgrund des letzten Erdbebens echt ne absolute Geisterstadt. Auf den Straßen ist kaum was los, überall stehen kaputte Gebäude, Bauzäune und Container. Aber auch hier wird versucht das Stadtbild aufzuhübschen. Bauzäune sind bunt dekoriert, es gibt Spielplätze auf denen man mit Schrott Musik machen kann, riesen Sofas, Tanzflächen und noch einiges mehr. Echt coole Ideen!










Zum Abschluss des Tages waren wir noch fancy Pizza essen und sind dann durch die stille Stadt zum Hostel zurück geschlendert.

12. Tag - Wanaka - Oamaru

Boah, was war das für ne Nacht??? Offensichtlich hatten wir das Zelt im Dunkeln in leichter Hanglage aufgebaut. Somit war ich die halbe Nacht damit beschäftigt wieder bergauf an meinen Schlafplatz zu robben. Außerdem war es unglaublich kalt und ich habe trotz Pullis die ganze Nacht gefroren - brrrrrr! Das war echt Zelten zum Abgewöhnen ;)

Nichtsdestotrotz machten wir uns frohen Mutes auf den Weg in Richtung Ostküste, denn dort sollte die Sonne sein :) Ja, und die haben wir tatsächlich, als wir die Berge durchquerten, auch gefunden.



In Oamaru hatten wir noch ein wenig Zeit, bevor wir im Hostel einchecken konnten. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Strand. Strand war allerdings Fehlanzeige. Deshalb studierten wir das Verhalten neuseeländischer Kühe ;)


Auf dem Weg Richtung Hostel haben wir uns dann mehrfach verfahren. Kamen dann aber sicher, ohne einen Pinguin zu überfahren, in unserer Old Bones Lodge an. Tolles Hostel, aber irre teuer. Da die Sonne endlich mal schien, haben wir direkt Zelte, Jacken und Schlafsäcke zum Trocknen aufgehängt und es uns mit Bier gemütlich gemacht.


Nach dem unglaublich leckeren Curry haben wir uns dann zunächst in Richtung der Gelbaugen-Pinguine aufgemacht. Diese konnte man von einem Aussichtspunkt, oberhalb einer kleinen Bucht, mit dem Fernglas beobachten. Abends kommen die Eltern aus dem Meer, um ihre Kinder an den Nistplätzen zu füttern. Überall konnte man auch die kleinen Dinger hungrig schreien hören. Tatsächlich kam ein Elterpaar direkt vor uns kurz aus dem Gebüsch, verschwand dann aber sofort.



Anschließend führte uns der Weg dann zu den Blauaugen-Pinguinen, die im Hafen an Land gehen sollten. Zunächst tat sich nichts. Aber nach und nach kamen die Pinguine an Land an und haben sich ganz langsam in Grüppchen Richtung Straße gepirscht. Es sah so aus, als würden sich die Pinguine beraten, um sich dann Zentimeter für Zentimeter vorwärts zu wagen. Man merkte schon, dass die Menschen sie erschreckten. Aber irgendwann ist die Horde ganz flott über die Straße marschiert und im Dunkeln verschwunden. Sooooooo niedlich! Würde ich ja gerne mit nach Hause nehmen ...





Nach dem Sternegucken ging es dann auch ab ins Bett.

Freitag, 10. Januar 2014

11. Tag - Hokitika - Wanaka

Igitt, die erste Erkenntnis des Tages war von sehr ekeliger Natur. Und zwar stellte sie sich in Form einer zermatschten Spinne neben meinem Kopfkissen dar. Nachts war mir nämlich etwas über das Gesicht gekrabbelt. Habe das Etwas nur weggeschlagen und dachte, es wäre ne Mücke gewesen. Aber der Fund am nächsten Morgen war einfach nur igitt! Zum Glück habe ich das überlebt ;)

Nach einem formidablen Frühstück machten wir uns dann erstmal auf zum Waschen unserer völlig durchnässten Kleidung. Meinen neuen Pulli hatte ich vorsorglich schon per Hand gewaschen, da er ausfärben sollte. Leider durfte er nicht mit in den Trockner, so dass ich ihn dann ca. 1,5 Stunden lang trocken??? gefönt habe. Mit mäßigem Erfolg und ner ganz blauen Hand. Während der Waschsession hatten wir ganz gutes Wetter, aber als wir diese beendet hatten, fing der Himmel mal wieder an zu weinen. Da wir das schon gewöhnt waren, ließen wir uns unsere Laune aber nicht verderben. Unterwegs machten wir Halt am Franz Josef Glacier, wo wir im strömenden Regen einen kleinen Walk machten, um den noch nicht geschmolzenen Schneematsch zu betrachten. In weiser Voraussicht haben wir das erste Mal Jonas Regenschirm aus der Free Box genutzt, so dass wir ausnahmsweise mal nicht bis auf die Knochen durchnässt wurden.







Außerdem machten wir Päuschen an einem See, wo die ekeligste Plumstoilette ever war. Selbst durch den Mund zu atmen war nicht möglich. Würg!


Ansonsten verbrachten wir diesen extrem regnerischen Tag im Auto und konnten rechts und links wahnsinnige Wasserfälle bestaunen. Als wir den Lake Wanaka erreichten, kam dann endlich auch der erste und letzte Sonnenstrahl des Tages heraus und ermöglichte uns einen eindrucksvollen Blick über den See.









In Wanaka angekommen, stellte sich heraus, dass dort mal wieder ein Festival war und somit alle Hostels ausgebucht waren. Na prima! Uns blieb also nichts anderes übrig, als unser ohnehin schon nasses Zelt im Regen aufzubauen. Wunderbar! Aber besser als gar nicht schlafen ...

10. Tag - Mutton Cove - Totaranui - Hokitika

Irgendwie dachte ich, ich hätte mir für meinen Geburtstag mal gutes Wetter gewünscht?! Aber wir wurden ziemlich früh vom Tropfen auf unserem Zelt geweckt. Menno!!! Da es nicht so aussah, als würde der Regen bald aufhören, sind wir dann auch direkt aufgestanden, haben das nasse Zelt verpackt und uns auf den Weg durch den Regen gemacht. Der entpuppte sich dann auch viel länger als kalkuliert. Nassen Fußes sind wir dann auch nach 2 Stunden Dauerregen bei Horst-Günther angekommen, der auch nicht so glücklich über das Wetter war. Schnell haben wir uns trockene Sachen angezogen und die Fahrt gen Süden nach Hokitika angetreten. Vorsorglich hatten wir dort schonmal nen Hostel vorgebucht, um nicht wieder campieren zu müssen. Schließlich war ich ja heute Prinzessin ;)




Unterwegs kam dann auch endlich Prinzessinenwetter :) Wir machten häufig Halt an Stränden, unter anderem auch bei den Pancake Rocks. Das sind komisches Steinformationen, die so aussehen, als hätte jemand unglaublich viele Riesenpfannkuchen übereinander geschichtet.








Irgendwann haben wir dann unterwegs aus Frust und Lust angefangen Bier zu trinken. Schließlich hatte ich ja Geburtstag und der sollte gefeiert werden ;) Spannend wurde es, als wir in Hokitika am Hostel vorbeigefahren sind und auf dem Rückweg von der Polizei angehalten wurden. Jonas musste blasen, oder nein, er musste von 1 bis 5 in ein Gerät zählen. Ohweh! Und Trommelwirbel: 0,0 Promille. Wie auch immer er das gemacht hat?! Vielleicht ist das Bier verdampft? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hatten wir Glück und konnten die 100 Meter zum Hostel bequem im Auto zurücklegen.



Dort angekommen, haben wir noch ein wenig in den letzten Sonnenstrahlen bei herrlicher Aussicht gechillt und uns von der langen Autofahrt erholt. Nach dem Duschen wurde ich dann auch ganz prinzessinnenlike verköstigt :)